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Der Hit im Ferienprogramm: der Kinder-Mitmachzirkus Echolino

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 12. September 2016

80 Echinger Nachwuchs-Artisten
begeistern bei spektakulärer Zirkusgala

Zum insgesamt 17. Mal hatte der beliebte Kindermitmachzirkus „Echolino" im Freizeitgelände Station gemacht, wie immer ein Höhepunkt im Kinderferienprogramm des Jugendzentrums. In diesem Jahr erlebten 80 Nachwuchs-Artisten, allesamt Echinger Kinder, eine spannende und abenteuerliche Woche im ganztägigen Zirkuswork-Shop – und begeisterten nach den wenigen Tagen als „Stars in der Manege" ihr erlauchtes Publikum am 10. September mit einer spektakulären Zirkusgala.

Echolino Kinderzirkus 111
Unter Anleitung der vielköpfigen Dynastie des Familienzirkus Roberto um Direktor René Frank, unterstützt vom Team des Echinger Jugendzentrums und einem runden Dutzend Helfer, wurde n die diversen „Zirkusfächer" geübt – das ganze ABC aufregender und abenteuerlichen Zirkuskünste: vom Arialring, über Bodenakrobatik, Clownerien, Einrädern, Jonglagen, Stelzen, Trampolin, Trapez bis zum Vertikalseil oder Zauberkiste.

Echolino Kinderzirkus 13
Am sonnigen Samstagnachmittag nun fieberten die perfekt kostümierten und geschminkten Artisten voller Aufregung und Vorfreude ihrem Auftritt entgegen. Als erstes galt es sich gemeinsam und lautstark mit einer „Mutmachformel" einzuschwören, sicher auch, um die berühmt-berüchtigten „Schmetterlinge im Bauch" zu beruhigen: „Wir sind nicht der größte und auch nicht beste (Zirkus), doch dass wir gut sind, sagen unsere Gäste." Diesen Satz würde gewiss auch das Publikum unterschreiben wollen, vor allen Dingen (Groß)-Eltern, Geschwister und Freunde der Artisten.
Der eloquente Zirkusdirektor René Frank zeigte sich durch eine Erkältung und heisere Stimme leicht indisponiert, hatte aber in seinem jungen Stellvertreter Sebastian einen souveränen Ersatz gefunden. Bevor Frank sich aber in den Hintergrund zurückzog, hatte er noch etwas Wichtiges zu sagen – und zu kritisieren: „Könnt ihr keinen richtigen Applaus?" bemängelte er das halbherzige Applaudieren von den vollen Rängen und brachte den Zuschauern noch flugs den richtigen Beifall bei – mit Pfeifen, Johlen und Stampfen, denn „der Applaus ist das Brot des Künstlers!" Die Echolino-Kids hatten sich wahrlich Anerkennung verdient: „Seid stolz auf eure Kinder"! lautete deshalb die Order des Zirkusdirektors.
Knapp 20 Nummern hatten die Zirkuslehrlinge bei ihrem prallen und kunterbunten Programm einstudiert – und jede einzelne war etwas Besonderes und Einzigartiges, bei der die Freude über die eigene Leistung deutlich erkennbar war. Wirkungsvoll In Szene gesetzt wurden die einzelnen Beiträge mit Anleihen aus bekannten Filmen wie Fluch der Karibik bei der Schwert-Nummer , Kinderliteratur frei nach Harry Potter, wo das Quiddich-Spiel der Lüfte auf Einräder verlegt wurde. Das Märchen von Rapunzel und den langen Haaren wurde eindrucksvoll am Vertikalseil verkörpert oder brandaktuell –das angesagte Pokemon Go unter erschwerten artistischen Bedingungen auf Stelzen gespielt. Auch das Publikum durfte mitspielen – ausgerechnet in eine Clown-Nummer. Darin formierte sich ein Dutzend „Freiwillige" zu Denkmalsfiguren – ein nachgestellter Boxkampf bekam dabei den Titel „Merkel gegen Seehofer". Mechanische Puppen im Dirndl mit einem Babyschnuller als „Aufziehmechanismus" zeigten Mut und Gelenkigkeit und ließen sich gefügig in die Höhe stemmen.
Durchgängig zeigten sich Fantasie und Witz als wesentliche Bestandteile der abwechslungsreichen Show, oft in aufwändig inszenierten Choreografien mit Tanzelementen und ausdrucksstarker Mimik und Gestik umgesetzt. Viele Ideen kamen dabei auch von den jugendlichen Betreuern im Alter zwischen 15 und 23 Jahren, von denen viele seit Jahren dabei sind – und auch einmal als Echolino-Kid angefangen hatten. Eine „typische" Entwicklung: wenn sie einmal „Zirkusluft" geschnuppert haben, kommen viele Artisten gerne wieder, bringen oftmals jüngere Geschwisterkinder mit und geben sogar noch im Helferteam ihre Zirkusbegeisterung an junge Schützlinge weiter – Jahr für Jahr.

 

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.