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Nachts in der Gemeindebücherei

Kategorie: Kinder / Jugend Veröffentlicht: 10. November 2016

Die lange gruselige Lesenacht für mutige Bücherfreunde
Das klingt doch echt nach Abenteuer, eine lange Lesenacht in der Gemeindebücherei zu verbringen – und das auch noch unter dem Motto: "Gespenster, Geister und Co."

Ohne Frage sind die kürzer werdenden Tage und die dunklen Abende im Herbst bestens geeignet für spannende Spukgeschichten! So hat das Team der Echinger Gemeindebücherei, jahreszeitlich und thematisch auf das immer beliebtere Halloween-Treiben abgestimmt, auch heuer wieder mutige Leseratten zum gemeinsamen Übernachten in ihr Domizil eingeladen.
Dazu hatten die Betreuerinnen für ihre Gäste einen kurzweiligen „Aktionsplan" ausgetüftelt - und selbstverständlich sowohl gegen Hunger als auch gegen Lesehunger für ausreichend Nahrung gesorgt.
Und so erschienen insgesamt 17 kleine Geister, teils überpünktlich und aufgeregt und mit der notwendigen Ausrüstung vom Schlafsack übers Schmuse-Tier bis zur Taschenlampe versehen, in ihrem „Übernachtungscamp". Am liebsten hätten einige gleich ihren Schlafplatz zwischen den Bücherregalen ausgesucht und sich ausgebreitet, aber dann hätte es keinen Platz für die gemeinsamen Gruppenspiele gegeben. Erst einmal standen Spaß, Spiel und Spannung auf dem Programm und da konnten die Mädchen und Jungen sich so manche Anregung holen für die nächste Geburtstagsparty.
Mit Spannung verfolgten alle dann den „begeisternden" Lesestoff. Und danach wollten auch einige Kinder eine Gruselgeschichte vortragen und durften auf den „Erzählstuhl". „Das war manchmal so blutrünstig, dass wir kurzfristig zum Witze-Erzählen übergegangen sind, damit am Ende keiner Angst hatte" erzählte Büchereimitarbeiterin Angelika Hofmann. Am späteren Abend verwandelte sich die ganze Bücherei beim Einrichten des Nachlagers zwischen den Regalen in eine Art fröhliches Pfadfinderlager – und es konnte ans gemütliche Vorlesen in kleinen Gruppen gehen. Denn zur langen Lesenacht gehört ganz einfach dazu, dass alle unter viel Geraschel, Getuschel und Gekicher bei Taschenlampenschein schmökern. Ab der Geisterstunde dann wurden dann die ersten „Bücherei-Geister" rechtschaffen müde – nur zugeben konnte das natürlich keines. Und schließlich fielen eine halbe Stunde nach Mitternacht auch den Ausdauerndsten die Augen zu. Von Seiten des vierköpfigen ehrenamtlichen Betreuerinnenteams wurde übereinstimmend dokumentiert, dass bis gegen sieben Uhr in der Früh alle ruhig und friedlich geschlafen haben. Und das gemeinsame Frühstück weckte natürlich die Lebensgeister - und das Mitteilungsbedürfnis der Übernachtungsgäste. Alle waren sich einig, dass es ihnen sehr gut gefallen hat und deshalb wurde schon jetzt kundgetan: „Im Nächsten Jahr möchten wir wieder dabei sein bei der langen Lesenacht!"

 

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Fotos Bücherei (Bearbeitung U. Wilms)

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.