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Grüner Wahlkampfauftakt im Mehrgenerationenhaus

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 02. Februar 2014

(Text/Foto: wi) "Einen Beitrag leisten für eine lebendige und chancengerechte, für eine langfristig denkende und handelnde Gemeinde Eching" will der neu gegründete Ortsverein von Bündnis 90/die Grünen und hat sein Programm für die nächsten sechs Jahre mit dem Slogan „Lebensqualität ist GRÜN – ZusammenLeben in Eching" überschrieben.

Wahlkampfauftakt Gruene

Stellten sich und ihr grünes Wahlprogramm im Mehrgenerationenhaus vor: von links: Florian Stang, Siglinde Lebich, Leon Eckert, Axel Reiss und Dr. Michael Obermeier.
(siehe dazu online auf der Homepage des Ortsverbands (gruene-freising.de/ortsverbaende/ov-eching/) eine Kurzfassung und auch eine ausführliche Version des Programms).

Zum Wahlkampfauftakt am 22. Januar im ASZ-Mehrgenerationenhaus stellten die „ranghöchsten" Listenkandidaten der insgesamt 12 köpfigen Liste, Leon Eckert, Siglinde Lebich, Axel Reiss, Florian Stang und Dr. Michael Obermeier, die wesentlichen Aktionsfelder und Ziele vor. Interessant dabei die Tatsache, dass im Publikum unter den 20 Interessenten auch Vertreter mehrerer anderer politischer Gruppierungen aufmerksam die Vorstellung des kommunalen Mitbewerbs verfolgten.

Im einleitenden Vorwort des Programms wird als Leitlinie „grüner Ortspolitik" ausgegeben, für die Weiterentwicklung der Gemeinde „die vielfältigen Felder zwischen kommunaler Politik und örtlichem Leben umsichtig vernetzen" zu wollen. Dabei sollen „die Mitwirkungs- und Gestaltungsinteressen der Bürgerinnen und Bürger gefördert und integriert werden.

Motivierende, aufmunternde Worte für den noch jungen Ortsverein kamen dabei von Kreisvorsitzender Claudia Bosse, „der größten grünen Kreistagsfraktion in Bayern", die angesichts von neun grünen Listen im Landkreis (gegenüber fünf bei der letzten Kommunalwahl) nur zufrieden konstatieren kann: „Es bewegt sich sehr viel". Auch Landratskandidatin Birgit Mooser-Niefanger, die direkt von der Anti-Startbahn-Demo nach Eching durchgestartet war, sprach von einem „guten Weg" für mehr Miteinander und Offenheit, auf dem die Grünen ihre Ideen einbringen. Es sind jeweils persönliche geprägte Schwerpunkte, mit denen das Kandidaten-Podium im Einzelnen punkten möchte.

Als jüngster im Bunde hat Leon Eckert natürlich die Belange der Jugend im Visier. Sein großes Thema ist die Installation eines Jugendparlaments insbesondere für die noch nicht Wahlberechtigten, eine Bürgerversammlung speziell für Jugendliche und eine Jugend-Bürgersprechstunde. ASZ-Geschäftsführerin Siglinde Lebich ist dafür prädestiniert, sich mit den demografischen Herausforderungen einer immer älter werdenden Gesellschaft auseinanderzusetzten: „Die Kernfrage lautet, wie möchte man alt werden?" so Lebich. Diese erfordere eine ständige Weiterentwicklung.
Allerdings legt sie Wert darauf, nicht ausschließlich auf das Thema Älterwerden reduziert zu werden, sondern sieht es neben dem Stichwort irtschaftsförderung als wichtige Herausforderung an, in einer lebendigen Mitte den sozialen Zusammenhalt und das ehrenamtliche Engagement zu fördern – und dabei auch die kommunalen Einrichtungen wie Volkshochschule, Musikschule, Alten- und Servicezentrum sowie Bürgerhaus mehr zu unterstützen und zu stärken. Verschiedene Facetten des in allen Echinger Ortsteilen stets präsenten Thema Verkehr riss Dr. Michael Obermeier an – von einer Forderung nach Tempo 30 auf der Hauptstraße über die Verbesserung des Radwegenetzes und des öffentlichen Nahverkehrs. Erst zum Schluss der Veranstaltung dazustoßen konnte der Dietersheimer Familienvater und Energie-Experte (in Sachen Windparkanlagen), Florian Stang, der sich insbesondere in den Bereichen Infrastruktur in einem familienfreundlichen Wohnumfeld und Energiewende einbringen will. Axel Reiss knüpfte an das aktuelle Echinger Thema „Transparenz" an, nannte die Idee der angestrebten Informationsfreiheitssatzung gut, die geübte politische Rathaus- und Gemeinderats-Praxis aber betriebsblind und nicht zeitgemäß. Wesentlich sei, so Reiß, die Bürger von Anfang an in Entscheidungsprozesse einzubinden (und nicht, sie hinterher über diese zu informieren).
Auch wenn die Neulinge auf dem kommunalpolitischen Parkett noch nicht mit einer konkreten Analyse oder Umsetzungsstrategie aufwarten konnten, wie aus der Runde kritisch eingeworfen wurde, so zeigten die Kandidaten übereinstimmend: „Wir freuen uns auf die Arbeit".