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Ideenreiche Plangutachten zum Gesamtkonzept des Hollerner Sees

Kategorie: Politik Veröffentlicht: 06. Februar 2017

Vom Campingplatz über den Aussichtshügel bis zur See-Sauna

Auf großes öffentliches Interesse stieß am 31. Januar 2017 die Ausstellungseröffnung im Echinger Rathaus mit den Entwürfen dreier Landschaftsplanungsbüros zum Gesamtkonzept des Hollerner Sees. Ausgelobt hat die städtebaulich-freiraumplanerischen Plangutachten die Gemeinde Eching, die im Besitz der Seegrundstücke ist und damit die Planungshoheit hat.

In Auftrag gegeben und angekauft wurden jeweils zwei alternative Planungsansätze. Zum einen geht es dabei um eine extensive, naturnahe Weiterentwicklung des Hollerner Sees und zum anderen um eine intensivere Nutzung, die punktuell auch wirtschaftliche und touristische Aspekte wie eine See-Sauna und/oder einen Caravan-Campingplatz beinhaltet. Darin eingeflossen sind, wie Susanne Bauer vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum erläuterte, die im vergangenen Frühjahr in einer Bürgerwerkstatt geäußerten Wünsche und Ideen „rund um den Hollerner See".
Ausführlich und intensiv vorberaten wurden die drei Landschafts-Architektur-Entwürfe der Planungsbüros von ver.de, Valentien und Valentien sowie Lohrer.Hochrein von einem 20köpfigen stimmberechtigten Beratungsgremium, das sich aus den beiden Bürgermeistern Sebastian Thaler (Eching) und Christoph Böck (Unterschleißheim), den Mitgliedern des Echinger Bau-Ausschusses, Unterschleißheimer Stadträten sowie Fachplanern zusammensetzt. Bei der Abstimmung erhielten die Entwürfe von ver.de den Vorzug vor dem Mitbewerb und bilden damit den zukünftigen Planungsschwerpunkt. Aber auch aus den beiden anderen Konzepten sollen einige besonders interessante Aspekte und Elemente im Gesamtplan berücksichtigt werden. Dazu zählen beispielsweise eine Brücke über den Hollerner See, ein Kunst- und Naturpfad, Kiesinseln am Flachufer und eine Terrassierung des Caravan-Stellplatzes.
Überzeugt hatten beim Freisinger Büro "ver.de" vor allem der „Wechsel von Umgrenzung und Weite" und die konzeptionelle Einbeziehung der angrenzenden Naturschutz- und Heideflächen. Zudem stelle „die kompakte Saunalandschaft einen eigenständigen und hochwertigen Beitrag mit einer hohen Aussicht auf Realisierung durch einen Betreiber" dar, heißt es im Protokoll. Positiv herausgestellt wurde zudem die sehr intensive Durcharbeitung beider Varianten, die den anwesenden Besuchern von ver.de -Architekt Robert Wenk mit ihren wesentlichen Details erläutert wurde. Ein Alleinstellungsmerkmal in einer „hochwertigen Landschaftsarchitektur" sind Geländemodellierungen. Zwei dabei entstehende Aussichtshügel, so führte Wenk aus, würden dabei beispielsweise im Winter zum Rodeln einladen, eine attraktive Facette für eine ganzjährige Nutzung im weitgehend flachen Umland.
Wie Bürgermeister Sebastian Thaler ausführte, „soll der Hollerner See in erster Linie ein Naherholungsgebiet für uns Echinger und für unsere Nachbarn aus Unterschleißheim werden. Daher möchte ich Sie am Entstehungsprozess dieses Gebiets teilhaben lassen, denn Bürgerbeteiligung ist mir bei allen größeren Vorhaben sehr wichtig." So waren bis zum 21.02.2017 die Bürger dazu aufgerufen, Ihre Ideen und Meinungen zu den Planungen auf einem ausliegenden (anonymen) Fragebogen kundzutun.
In der Sitzung des Echinger Gemeinderates am 21. März wird unter Berücksichtigung der vorliegenden Stellungnahmen über das weitere Vorgehen beraten.

Plangutachten Hollerner-See2

Großes Interesse sowohl von Echinger als auch Unterschleißheimer Bürgern gab es bei der Ausstellungseröffnung zu den Planungskonzepten des Hollerner Sees.

Plangutachten Hollerner-See1

Hoffen auf einvernehmliche und konstruktive Planungen im Naherholungsgebiet Hollerner See: von links Unterschleißheims Bürgermeister Christoph Böck, Elisabeth Egerter (ver.de), Susanne Bauer vom Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum, Robert Wenk (ver.de) und Echings Bürgermeister Sebastian Thaler.

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Für Sie berichtete Ulrike Wilms.