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Spaß und Stehvermögen beim Stand-Up-Paddeln

Kategorie: Sport Veröffentlicht: 20. Juli 2016

Fünftklässler erhalten Trainingsstunde am Echinger See
Anregungen für trendigen Wassersport und für eine tolle Freizeitbeschäftigung in den bevorstehenden Sommerferien wurde den Schülern der Klasse 5b der Echinger Mittelschule geboten. Bei einer außergewöhnlichen Schulstunde auf dem Echinger See kamen die Schülerinnen und Schüler in den aktiven Genuss einer fachkundigen Einführung in die neue Trendsportart „Stand-Up-Paddeln" (SUP), auf gut Deutsch Stehpaddeln.

Dank des Engagements ihrer Klassenlehrerin Doris Trieschmann, einer bekennenden Anhängerin jedweden Wassersports , vertauschten die Schüler am sonnigen Montagmorgen des 18. Juli die übliche Bekleidung mit Badeanzug oder -hose, das Klassenzimmer mit dem Echinger See, die Schulbänke mit den aufblasbaren Boards und die Stifte mit dem Paddel. Nach einer kurzen Einführung in die elementaren Grundzüge des SUP ging es für alle Freiwilligen in zwei Gruppen los, in, beziehungsweise auf den See.

 

Standup-Paddling1 Start

Zunächst im Knien, um ein Gefühl für das Balancehalten auf dem beweglichen Sportgerät zu erhalten und dann im Handumdrehen auch aufrecht stehend, glitten die Paddel-Lehrlinge geschmeidig übers Wasser. Mit dabei auch Echings Dritter Bürgermeister Otmar Dallinger, der als Vater und Elternbeirat nicht nur das Betreuerteam verstärkte und beim Aufblasen der bunten Paddelboards behilflich war, sondern sich vor allen Dingen selbst auf die schwimmende und leicht schwankende Unterlage wagte. Nach nur einem (unfreiwilligen) Tauchgang kreuzte er gemeinsam mit den Jugendlichen sicher über die ruhige Wasserfläche.

Standup-Paddling2

Alle Wassergleiter staunten, wie schnell das Stehen auf dem Board tatsächlich klappt und wie viel Spaß es macht, sich auf diese ruhige Art und Weise in der Natur zu bewegen.
Pädagogin Doris Trieschmann ist auch aus sportlicher und gesundheitlicher Sicht vom Stehpaddeln überzeugt, denn durch die notwendige Körperspannung, die Balance und die Paddelbewegung werden Schulter- , Rumpf- und Rückenmuskulatur gleichermaßen trainiert und die Ausdauer spürbar verbessert. Weitere Vorzüge sind offensichtlich: Anders als etwa beim Surfen oder Wellenreiten ist der Stehpaddler nicht auf Wind und Wellen angewiesen, ganz im Gegenteil, und kann seinen Sport auch auf vielen nahegelegenen Gewässern ausüben. So kam auch Trieschmann auf das Stehpaddel-Board: "Ich habe was gesucht, das man hier ausüben kann", erläutert sie. Damit „steht" sie nicht allein: Es zeigt sich deutlich, dass sich Stand-Up-Paddeln als Freizeitsport in jüngster Zeit verstärkt auf dem Vormarsch befindet. Dabei ist der Trend beileibe keine Neuerfindung, sondern von alters her bei den Naturvölkern auf Tahiti und Hawaii bekannt. Er „schwappte" als eigenständige Freizeit- und Wettkampfsport über die Weltmeere auch nach Europa – und Bayern. Im Gegensatz zu den Bambusbooten der polynesischen Fischer oder den großen Hartschalenbretter der Surfer setzt das SUP seit etwa fünf Jahren auf eine handlichere Technik – mit aufblasbaren, und leichteren Brettern, die sich in einer großen Tasche verstauen lassen. Es ist auf vielen oberbayerischen Seen erlaubt, neben Ammersee, Chiemsee, Waginger See, lokal auf der Isar, beispielsweise auch auf den Neufahrner Mühlseen. Dort bietet Trieschmanns Lebensgefährte SUP-Kurse an und betreibt einen Boardverleih. Das gesamte Equipment für die Sportstunde auf dem Wasser wurde freundlicherweise von ihm zur Verfügung gestellt.
Auf dem Echinger See freilich besteht Surf- und Paddelverbot - normalerweise. Für die Schulstunde auf dem Wasser neben der BRK-Wasserwachtstation wurde eine einmalige Sonder- und Ausnahmegenehmigung erteilt.


Für Sie berichtete Ulrike Wilms