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Neue Kartoffelkönigin Patrizia I gekrönt

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 11. September 2017

Kartoffelfest in herbstlicher Atmosphäre

Beim diesjährigen Kartoffelfest der Echinger Fachbetriebe (EFB) am 9. und 10. September stand ein royaler Regentenwechsel im Mittelpunkt. Das repräsentative Amt der Echinger Kartoffelkönigin ging von Martina I (Ramisch) auf Patrizia I (Geil) über, die beim Auftakt des beliebten Lokalereignisses und in Anwesenheit ihrer Familien, Freunde und etlicher Vereinsvertreter auf dem Bürgerplatz feierlich gekrönt wurde.

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Gemeindeoberhaupt Sebastian Thaler machte mit zwei kernigen Schlägen das erste Fass auf und brachte den goldenen Gerstensaft zum Laufen. Mit den Worten: „Es war für mich eine Ehre, Eching zu vertreten" verabschiedete sich Kartoffelkönigin Martina und hängte Nachfolgerin Patrizia die Schärpe um. Die neue Regentin stellte sich ihrem „Volk" persönlich vor. Dabei darf sie als ausgemachte „Expertin" für die „tolle Knolle" gelten. Die 21jährige Landwirtstochter ist ebenfalls ein heimisches „Gewächs" und zusammen mit ihrer Schwester auf dem elterlichen Anwesen in der Waagstraße groß geworden. Sie arbeitet als Speditions- und Logistikkauffrau am Münchner Flughafen und hilft unverändert mit im heimischen Betrieb, zu dem auch heute noch der Kartoffelanbau zählt. Die charmante junge Dame treibt in ihrer Freizeit gerne Sport, ist in den Bergen unterwegs und spielt Fußball. Zudem bringt sie sich aktiv in den neu gegründeten Madlverein „Wuide Herzn" ein.
Bereichert wurde das heimisch-herbstliche Kartoffelfest durch eine Reihe von Verkaufsständen mit Delikatessen, Obst- und Gemüse sowie Schmuck, Garderobe, Kunstgewerbe und Hochprozentigem. Beim Verein Sherwood Forest konnten sich Besucher in die Anfangsgründe des Schießens mit Pfeil und Bogen einweisen lassen oder das Spalier alter Landmaschinen der Oldtimerfreunde Massenhausen bestaunen. Zum Rahmenprogramm zählte die musikalische Begleitung durch den Musikverein Sankt Andreas am Samstagabend und die Echinger Blaskapelle am Sonntag.
Eine tragende Rolle beim Kartoffelfest freilich gehört unbenommen der namensgebenden Knollenfrucht, die neben den Echinger Besuchern auch zahlreiche „Auswärtige" herlockte, trotz des herbstlichen und überwiegend trüben Wetters. Es ist immer wieder erstaunlich, zu welch abwechslungsreichen deftigen, aber ebenso süßen und sogar flüssigen kalten und warmen Kartoffel-Variationen sich die Erdäpfi verarbeiten lassen. Neben den in Unmengen verzehrten Reiberdatschi aus der Schmankerlgasse zählten auch eher ungewöhnliche bis exotische Gerichte und Getränke wie etwa Kartoffel-Obst-Kuchen vom Blech, Tiramisu, Zwiebelkuchen, Schupfnudeln, Kartoffelcocktail oder –mojito, ... Alles Kartoffel hieß es entsprechend beim Lions-Club, der für einen guten Zweck unter anderem (Kartoffel)-Bratwurst in der (Kartoffel)-Semmel verkaufte. Hoch im Kurs stand einmal mehr der sonntägliche Ochs am Spieß aus der Restauration des Huberwirts, der in Begleitung von Knödel und Kartoffelsalat vortrefflich mundete.

Für Sie berichtete Ulrike Wilms.