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Auge um Auge, Zahn um Zahn…

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 13. November 2017

Dorfbühne Günzenhausen spielt „Der Entenkrieg von Entenhausen“

Ein unfreiwilliges Bad im Entenweiher, das geht dem Kraxler Anton, seines Zeichens Bürgermeister von Entenhausen, nun doch zu weit. Und da ihn ausgerechnet der Pfarrer ins Wasser befördert hatte und das Ganze auch noch von der Dorfratschn Sophie beobachtet wurde – das schreit nach Rache. Als dann gar eine Ente des Pfarrers im Kochtopf der Bürgermeistersfamilie landet, kochen die Emotionen hoch.

Als die beiden Kontrahenten Pfarrer und Bürgermeister auf die glorreiche Idee verfallen, den Streit um die Enten in einem Boxkampf zu klären, ruft das im ganzen Dorf unterschiedliche Reaktionen hervor. Antons Ehefrau hält es für Schwachsinn. Tochter Heidi sieht eine Chance, dass sich Freund Udo als patenter Schwiegersohn beweist. Dorfratschn Sophie findet, dass endlich mal was los ist in der Gemeinde und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Irma will den Boxkampf unbedingt verhindern, denn der „Herr Pfarrer in Boxershorts… - unvorstellbar!“ Zum Vergnügen des Publikums hat sie bei allem Lamentieren zudem ständig Ehemann Xaver im Blick, denn der hat nach einer traumatischen Erfahrung – mit einem Mordsrausch hat er die Schwiegermutter doppelt gesehen – dem Alkohol angeblich abgeschworen. Stoff für viele Missverständnisse und Anlass für jede Menge Situationskomik.

 

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Starke Frauen in Entenhausen: Dorfratschn Sophie und Pfarrgemeinderatsvorsitzende Irma

In dem heiteren Stück von Walter G. Pfaus wird nicht mit kräftigem Wortwitz und Anspielungen gespart: „I bin a demokratischer Burgamoasta“ meint der Toni, und der Pfarrer ergänzt „ja, wenn’s dir in dein Kram eini passt!“ Das Schild am Entenweiher „Gott sieht alles“ wurde von unbekannter Hand ergänzt „aber er verpetzt nicht!“ Und bestimmt gab es von manchem, der sich schon mal in der Kommunalpolitik betätigte, ein zustimmendes Kopfnicken, als der Bürgermeister die Rolle der Gemeinderatsmitglieder mit der von Kleiderständern verglich: „Ma ko alles auf eana abladn!“

Mit diesem Lustspiel gab das neue Regieteam Christine Schuhbauer und Michael Leutner einen glänzenden Einstand. Alle Schauspieler verkörperten ihre Rollen überzeugend und mit viel Humor, es wurde oft und laut gelacht und immer wieder gab es begeisterten Szenenapplaus. Musikalisch unterhalten wurden die Gäste vor Beginn der Vorstellung und zwischen den drei Akten von der „Drei-Quartl-Musi.“

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Gemütlich ging’s zu im voll besetzten Saal vom Baderwirt in Günzenhausen.

Der Saal beim Baderwirt in Günzenhausen war gemütlich und voll und man konnte die Bedienungen nur bewundern, wie sie mit beladenen Tabletts und hoher Geschwindigkeit wahre Hindernisläufe zwischen Tischen und Stühlen schafften, um in den Pausen alle Wünsche nach Essen und Trinken zu erfüllen.

Nachdem alle fünf Vorstellungen ausverkauft waren, wurde kurzerhand ein sechster Termin angehängt. Wer also keine Karte bekommen hat, der hat am 25. November noch eine Chance.

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Ein "Veilchen" für den Bürgermeister

Wie die Sache endet, wird hier nicht verraten. Nur so viel: Erst mal gibt’s ein blaues Auge,, dann einen k.o.-Sieg und am Schluss natürlich ein Happy-End, anders kann es gar nicht sein. Auf weitere dramatische Ereignisse lässt auch das Thema der nächsten Sonntagspredigt von Pfarrer Wenzel schließen, da geht es nämlich um „Nächstenliebe“.

Das Publikum bedankte sich am Schluss bei Schauspielern und Team mit lang anhaltendem und höchst verdientem Beifall.

Für Sie berichtete Maria Schultz.

Zusatzvorstellung am 25.11.2017 um 19:30 Uhr