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Unterhaltsamer Festabend und musikalische Vielfalt beim 20. Geburtstag

Kategorie: Veranstaltungen Veröffentlicht: 21. November 2017

Musikschulförderverein bilanziert

gespendete Ausgaben von 81 331,62 € und gewinnt 81. Mitglied

„Es wird bestimmt nicht langweilig!" Dieser Ankündigung wurde der kurzweilige Festabend zum 20. Geburtstag des Musikschulfördervereins mit seinen musikalischen, kulinarischen und kabarettistischen Facetten mehr als gerecht. Über mangelnde Abwechslung konnten die rund 100 Gäste beim vierstündigen Bühnenprogramm im Manfred-Bernt-Saal der Musikschule gewiss nicht klagen.

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Gestaltet wurde der schöne Rahmen der Jubiläumsfeier vor allem mit einer beeindruckenden instrumentalen Vielfalt unterschiedlichster Musik-Genres von der Klassik über Volksmusik, bayrischer Humor inklusive, bis zum Rock, geboten von Lehrkräften und Schülern der Musikschule, der vierköpfigen Familienmusik Servi sowie Lionel Roche und den Echotones. Sogar vier kleine Ballerinas gaben eine gelungene Tanzeinlage.

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Die Gstanzl GmbH Willy Kramer, Toni Burger und Werner Pichl befand, aufgrund fehlender Skandale sei der Musikschulförderverein regelrecht „gstanzl-resistent", nur um dann umso einprägsamer folgenden Vergleich zu gstanzln: „Obst fördert die Verdauung, Sybille Schmidtchen die Musik".
In der Tat ist die Vereinschefin unumstritten Motor und Motivator in Personalunion. Neben Schmidtchen gehören Stellvertreter Werner Pichl, Schatzmeisterin Kristina Renz und bis letztes Jahr Schriftführerin Brigitte Julinek, deren Amt von Sabin Reichert übernommen wurde, zum gut eingespielten, langjährigen Leitungsteam.
Zum Jubiläumsfest hatte man sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, das 80. Mitglied zu gewinnen (aktueller Stand war 78). Und dieses wurde sogar noch übertroffen. Wie es der Zufall wollte, gewann Bürgermeister Sebastian Thaler die Flasche Champagner, mit der die 80. Unterschrift belohnt wurde. Damit reiht er sich als Fördermitglied nahtlos in die Reihe seiner drei bürgermeisterlichen Amtsvorgänger ein. Den Schampus freilich schenkte er dann postwendend dem 81. Mitglied Christine Grüner.
Lehrreich, launig und lustig präsentierte der Vorstand die Vereinshistorie, die an den einzelnen Anschaffungen für die Musikschule festgemacht wurde. Dazu zählten neben Schaukasten, Lautsprechern und Beleuchtungsanlage vor allem viele Instrumente, die zur akustischen „Illustration" natürlich auch von Könnern ihres jeweiligen Fachs angestimmt wurden.
Romantisch bis rockig ging es dabei zu, von der Alt-Querflöte, die, so war zu hören, zur Gattung der Ablenkungsluft-Klinger zählt, der Spende des Jahres 2004, bis zur Volksharfe, der flinke Finger Boogie-Woogie entlockten, Spende des Jahres 2009. Wer beim Begriff Hackbrett an Metzgerei-Zubehör denkt, ist völlig falsch besaitet, denn das Hackbrett (Spende 2002) ist ein typisches Volksmusikinstrument, dessen Heavy-Metal-Potential die meisten sicher verblüffte. Es wurde auf die Pauke gehauen und auf dem Marimbaphon gewirbelt, gebratscht und vierhändig am Klavier der Hummelflug intoniert. Die imposante Klangfülle des 2013 aus Fördergeldern angeschafften Orgelpositivs war zu hören, mit 17 000 Euro die größte Investition (bisher).

Bei dieser imposanten Fülle drängte sich als spannende Preisfrage fürs Publikum auf: Wie hoch war die Summe insgesamt? Ein großes Transparent verrät den stolzen Betrag von 81 331,62 Euro.

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„Ihr gehört einfach zu uns dazu" mit diesen Worten bedankte sich Musikschulleiterin Katrin Masius beim engagierten Förderverein und kündigte mit Augenzwinkern in Richtung Vorstand an: „Wir haben eine neue Idee, aber die wollen wir jetzt noch nicht verraten."

 


Zitat:

Sybille Schmidtchen, seit 20 Jahren Vorsitzende des Musikschulfördervereins:

"Unser Leitspruch ist: Erst geben, dann nehmen"


Für Sie berichtete Ulrike Wilms.